Elbstrandgut

B: 180, H: 50, T: 20mm, Buchenholz,Einarbeitungen s.u., lackiert

In diesem Arrangement am Elbufer/Hamburg aufgelesener Fragmente von Fliesen, Kacheln, Glas und Ziegeln drückt die Einarbeitung in ein Buchenholzstück das Miteinander der Vergänglichkeiten auch die Hoffnung auf eine Veränderung aus.
Im übertragenen Sinn soll die Veränderung und der Verfall der Form, der einst für vorgesehene Zwecke angefertigten Einzelteile wie deren neuerliche Positionierung in einer willkürlichen Synthese, eine Metamorphose ausdrücken, wie sie mit einer Veränderung der Sinnhaftigkeit unter dem Einfluss der Zusammensetzung einhergeht.
Die einst industriell gefertigten Komponenten sind allerdings allesamt schwerer als das Holz, in das sie eingelassen sind – was überdies nicht gefertigt wurde, sondern wuchs.
Die Eigenschaft des Holzes, zu schwimmen, wird durch die Einarbeitungen beinahe aufgehoben (ein Sinken wie beim Durchtränken wird beschleunigt) und die Zurschaustellung des Arrangements auf dem Wasser ist nicht von langer Dauer, da die schwereren Einlagerungen das Holzstück herumdrehen und die Sinnhaftigkeit einer Darstellung somit allegorisch ins Verborgene verdrehen.
Der vordergründige Sinn wird hier dem verborgenen gegenübergestellt.

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