Seemanns Gruß

Seemanns Gruß

H: 125 B: 20 T: 20mm, Material: Buchenholz, bemalt, lackiert, Stein

Die kleine Skulptur ist leicht als Seemann zu identifizieren, da sie weiße Matrosenhosen und offenbar eine Schwimmweste trägt.
Der Kopf des Matrosen besteht allerdings aus einer brennenden Kerze, deren hoffnungsvoll grüßendes Licht vom aufgeschlagenen Kragen seiner Seemannsjoppe in die Ferne reflektiert wird.
Diese Licht – bzw. die Kerze – ist Symbol für all die Wünsche und Gedanken, die einen Seemann auf seinen Fahrten teils erfreuen, teils belasten, in jedem Fall aber begleiten.
Das dieser Matrose nun allein auf einem Felsen steht (hier ein sog. Hühnergott), soll die stetige Angst vor den Gefahren des Meeres – aber auch die Hoffnung auf eine glückliche Heimfahrt ausdrücken.
Doch auch hier lässt sich der augenscheinliche Eindruck leicht verändern, denn wenn man sich den Seemann nicht in Richtung auf das Land, sonder auf die See schauend vorstellt, bekommt man eine Ahnung, was das Fernweh auch sein kann: Die Entfremdung vom Ehemaligen und der Wunsch nach der Unstete und ihren, ihm bekannten Gesetzen.
Die kleine Skulptur drückt überdies die stete Sehnsucht aus, die ich in einem meiner Gedichte einst wie folgt beschrieb:
Mein Fernweh war Sehnsucht nach Heimweh!